Warum StudiVZ scheiße ist.

Mein Gott, wie ich StudiVZ hasse.

Ich bin trotzdem da. Natürlich. Ist halt einfacher und naja sind halt alle da. Kann man gut in Kontakt bleiben.

Aber StudiVZ hat ein Problem.

StudiVZ ist keine Plattform. Denn StudiVZ weigert sich, APIs, Application Programming Interfaces, herauszubringen, und damit andere Dienste, wie zum Beispiel Twitter, nicht schlecht und extrem offensichtlich zu kopieren, sondern zu integrieren. Das ist erstens schade, zweitens dumm, drittens typisch und viertens einfach wunderbar, denn StudiVZ ist ein Molloch.

Das ist Facebook auch, aber Facebook gibt sich alle Mühe, das Molloch möglichst übersichtlich zu halten. So kann man bei Facebook schlechter suchen. Hat man 30 Freunde, bleibt man erstmal unter sich. So ähnlich funktioniert das bei StudiVZ auch, aber gefühlt ist StudiVZ offener. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, ist es aber in diesem Falle, weil man ständig und überall auf Menschen trifft, die irgendwie blöd sind und vor denen man nicht flüchten kann.

Facebook feels like home, StudiVZ feels like Bushaltestelle.

Was hat das mit Kunst zutun?

Durch das Gruppen-System von StudiVZ, das so wie es jetzt ist eine alte Version der Facebook-Variante darstellt, die Facebook änderte, weil sie kacke ist, werden nicht Interessen gezeigt, sondern in den meisten Fällen Messages. Man ist in der Gruppe “Heißa, ich hab n großen Schwanz” nicht, weil man damit zeigen will, dass man auf große Schwänze steht, sondern weil man rüberbringen will, dass man eben gut bestückt ist.

Bei Facebook geht das etwas anders. Man wird “Fan”. Viele Gruppen sind meistens kein Statussymbol, sie sind Ausdruck von Interessenslagen und man überlegt sich, auch weil die Gruppen ohnehin erst nach zwei Klicks einsehbar werden, zwei mal, ob man will, dass seine Freunde das so sehen oder nicht. Bei StudiVZ ersetzen die Gruppen fast das Profil und das ist schade.
Denn: Gruppen für Kreativität oder Kunst im StudiVZ gehen unter, tolle Aktionen wie Green Gathering oder die Vice-Gruppe stehen zwischen “Kein Orientierungssinn? Immer neue Orte entdecken!” oder “Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten.”.

Will man eine Aktion promoten, ist Facebook der bessere Weg, auch weil die Gruppenseiten mehr Usergenerated Content ermöglichen.

Niemand sagt, dass Facebook per se besser ist, aber: Facebook arbeitet an sich. StudiVZ nicht.

Die Apps bei Facebook sind fast durchweg blödsinn, aber statt dumpf zu klauen und 140 (!!!!!!!!!!) Zeichen im “Buschfunk” zu ermöglichen, bindet man Twitter eben mit ein und sieht zu, dass man Plattform wird. Und so ist Facebook auf der einen Seite offener, auf der anderen aber geschlossener und wird interessanter, persönlicher und dann doch per se besser.

Ausserdem ist bei StudiVZ eh alles geklaut.

Aber dann sollte ich besser den Mund halten, schließlich bin ich auch da und ab und an aktiv.

Der kurze Moment – Indiefilmprojekt (inkl. Teaser!)

Okay, irgendwie ist das auch ein kleines bisschen Eigenwerbung, schließlich sind Janni und ich selbst ein wenig in dieses Projekt involviert gewesen, allerdings nur so marginal (Website, Datenaustausch und Szenenbildassistent), dass es, finde ich, schon okay ist, kurz darüber zu berichten.

Der kurze Moment ist ein privates Kurzfilmprojekt von Jannis Funk (Produktion) und Jan Krems (Regie), das, und jetzt wirds technisch interessant, komplett mit einer Canon Eos 5D Mark II in HD gedreht wurde. Das finde ich sehr geil, denn das ist ja eigentlich eine Spiegelreflex und dass man mit der HD-Aufnahmefunktion der Kamera tolle Bilder hinbekommt, wissen wir seit Vincent Laforet. Trotzdem, es ist schön zu sehen, dass auch Indiefilmer die Technik nutzen, ich denke, da kommt noch was auf uns zu und das finde ich toll, denn ne 5D ist ungleich günstiger als eine vergleichbare, professionelle HD-Cam.

Wie auch immer, weil ich den Datenaustausch der verschiedenen Arbeitsgruppen “organisiere” bzw. DropBoxe, konnte ich den ersten Rohschnitt schonmal sehen und bin begeistert.

Von der Kreativität, dem Einfallsreichtum, den MatchCuts und natürlich der schauspielerischen Leistung. Toll. Kurz und toll.

Storysnip von der Website:

Robert hat alles verloren. Sein Kind, seine Frau, seinen Lebensmut. Er beschließt zu sterben. Doch als er schon auf der Brücke steht, begegnet er dem Tod. Und der ist gar nicht so ein harter Kerl, wie es zunächst scheint …

Und weil ich mich so auf die finale Fassung freue, hier der extrem kurze Trailer.

Das ist sicher nicht das letzte Mal, dass wir was von den Beiden, Jannis und Jan, hören.

HirnknotenPortal oder Gamekunst

(via nerdcore)

Whoah tell me that wasn’t cool! And fun!

Nee im ernst. Das ist nur ein Beispiel für schöne Ideen im Bereich Gamedesign.

Letztens lief ein tolles “Durch die Nacht mit…Chris Crawford und Jason Rohrer auf arte (auf plus7 kann man sich das noch 34 Stunden angucken), dem Jason Rohrer, der das wunderbare “Passage” entwickelte und für alle Plattformen inkl. iPhone und iPod Touch rausbrachte und dem Chris Crawford von “Balance Of Power”, eines der ersten und tollsten Anti-Kriegs-Spiele überhaupt.

Das interessante an der Sache mit dem Portal im Video oben ist jetzt gar nicht mal, dass das so crazy aussieht, sondern vielmehr, dass es glücklicher Weise Entwickler von Spielen gibt, die nicht auf Partikeleffekte oder MotionControl abfahren, sondern auf Inhalt.

Passage zum Beispiel ist weniger ein Spiel als ein Erlebnis. Zu Anfang schreckt die 8Bit-Grafik ab, das ist aber dann egal, denn ist man am Ende des Spiels, braucht man erstmal ein paar Minuten, um erstens zu begreifen was da grad passiert ist und zweitens fängt man an, über sein Leben nachzudenken.

Das ist definitiv Kunst und toll und ich bin froh, dass es nicht nur die WoWs und CSs, die ohne Zweifel toll sind, gibt, sondern auch ganz andere Ansätze.

Ich bin da nicht so im Thema aber es ist trotzdem ungemein interessant.

Und Passage lohnt sich wirklich, genau wie Rohrers andere “Spiele”.

Es lebt noch.

Es ist zwar im Moment ein bisschen ruhig aber unseren drei, vier RSS-subscribern will ich doch ein Update liefern…

Wir sind momentan gut am Kontakte knüpfen und arbeiten stetig an der Website. Das alles gestaltet sich aber schwieriger als gedacht und wir wollen nichts halbgares oder, in web2.0-speech, beta-mässiges raushauen, ohne dass es Hand und Fuß hat.

In der Zwischenzeit werden wir versuchen, dieses Blog hier ein bisschen allgemeiner zu gestalten und nicht nur Updates zu den kleinstadtkuenstlern zu posten sondern Dinge, die generell etwas mit unentdeckter bzw. indie-Kunst zu tun haben.

kleinstadtkunst

Das ist nicht einfach für uns. Wir haben uns schon ein paar mal an Blogs versucht, scheiterten aber am regelmässigen Content. Das wollen wir ändern und hoffen, dass es bald mit neuen Aktionen weiter gehen kann.

Take care.

Website-Konzept steht; interessante Aktion geplant.

Gestern haben Janni und ich uns zusammen gesetzt um das Konzept für die neue Website zu besprechen und hatten ein paar ganz nette Ideen, die vor Allem Menschen, die selbst Aktiv sein wollen und eine kleinstadtkuenstler-Aktion planen wollen möglichst viel der lästigen Planungsarbeit abnehmen.

Die Website wird wohl gegen Ende der Woche grob stehen und dann in den nächsten zwei Wochen fertig sein.

Wir freuen uns drauf, denn dann kann angefangen werden, tatsächlich konkrete neue Projekte zu planen. Gestern kam uns eine Idee, auf die wir relativ stolz sind, die zwar nicht neu ist aber trotzdem einiges an Potential hat und irgendwann im Laufe des Jahres in Minden stattfinden wird. Es ist schwer, zu teasen aber so viel:

finden, fördern, fordern” wird eine ganz neue Bedeutung erhalten.

Agenda Online

Ab jetzt gibt es eine Agenda online, die uns und euch, wenns euch interessiert, als ToDo-Liste dient. Wir arbeiten die dann ab und halten euch über den Fortschritt auf dem Laufenden.

Kleinstadtkuenstler Blog.

Hallo, ihr lieben Interessierten.

Ab heute wird hier über everything kleinstadtkuenstler zu lesen sein. Wir werden hier über Planungen, Projekte und Ideen schreiben, nach euren Vorschlägen fragen und um Rückmeldung bitten.

Denn immerhin war das erste kleinstadtkuenstler-event ein voller Erfolg, an den wir mit Folgeveranstaltungen anknüpfen möchten. So folgt im Juni ein weiteres Ausstellungsevent in Bad Oeynhausen und längerfristig sind Minden und Wolfenbüttel in Planung.

Zu eben jener Planung werden wir dieses Blog dann auch nutzen, denn die Planungsphase der ersten Ausstellung hat uns gelehrt, dass nicht jeder seine eMails täglich abruft, was zu Verzögerungen führte, die uns aber eigentlich nur ins Schwitzen, nicht aber zum verzweifeln gebracht haben. Mit einem Blog ist das Informieren mehrerer Menschen gleichzeitig ungleich einfacher.

Ausserdem werden wir hier auf Seiten, Projekte, Aktionen und Menschen linken, die uns inspirieren und motivieren. Und euch hoffentlich auch.

Schöne Grüße,

das kleinstadtkuenstler-Team.